eva michielin
the art of transformation

transformation
2020
400 x 130 cm
Foto auf Leinwand, Federn, Lehmfarben, Kupfer, Holz
Das Foto, das für dieses Bild als Hintergrund dient, stammt von der Atlantikküste Frankreichs. Am Strand lagen Baumstämme, die zunächst verbrannt und dann von der Sonne ausgebleicht waren. Das ergab unglaubliche Muster. Ich war wie oft mit meiner Kamera unterwegs und habe die Schlange auf dem Baum, der da am Strand lag, schon von weitem gesehen.
Eva und die Schlange – ein altes Motiv. Die Schlange steht in vielen Kulturen für das Falsche, Doppelzüngige und Hinterhältige. Viele Frauen, die klug und stark sind und ihren eigenen Weg gehen, werden irgendwann in ihrem Leben mal als Schlange beschimpft. In genauso vielen Kulturen aber steht sie für Wandlung, ihre Gabe zur Transformation und ihre Weisheit.
Eigentlich häute ich mich ständig. Ich verändere mich ständig. Ich bleibe nie stehen. Für mich ist dieses konstante Wandeln und Neu-Werden lebenswichtig, früher sogar überlebenswichtig. Stehenbleiben kommt nicht in Frage, es geht immer weiter und wer weitergeht, verändert sich.
Nicht so einfach für die, die einen begleiten und lieben. Manchmal kommen da nicht alle mit und verlieren den „Anschluss“.
Love me if you can (angelehnt an den Filmtitel „Catch me if you can“) – der Textteil greift da einige Themen auf: kannst Du die Schlange lieben? Die, die sich ständig häutet? Die andere verdammen? Die aber eigentlich weise und stark ist? Hältst Du es aus, dass sich ständig im Wandel ist?
